Wenn alte Mauern sprechen könnten …,
 
dann hätten sie viel zu erzählen. Das dachte sich auch Iris Dries, die für das „Jubical“ anlässlich des 125sten Jahrestages der St. Ursula-Gründung die Gebäude der Schule auf die Bühne stellte und zu Wort kommen ließ.
 
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Kroni, Joseph, Angi und Ursula sangen, stritten und philosophierten einen Abend lang darüber, was diese Schule so besonders macht. Das turbulente Bühnenprogramm in zwei Akten, bei dem die Big Band, die Technik AG „Light and Sound“, die Schüler der Theater AG für alle, Frau Lorenz, Herr Bachmann, Herr Bender, Frau Horaczek und viele mehr ihr Können zeigten, konnte die begeisterten Zuschauer am Ende des Abends nur zu einem Schluss kommen lassen: Das Besondere an uns ist der Zusammenhalt!
 
Humorvoll und mit mancher Anspielung gespickt spiegelte die Aufführung die Realität des Schulalltags wider und sparte auch selbstkritische Töne nicht aus. So bekamen die auf dem Schulhof dauerhaft präsenten Capri-Sonne-Packungen genauso ihren Auftritt wie die Krähen, die sich über weggeworfene Pausenbrote freuten. Dennoch gingen im positiven Gesamtbild der Schule Tradition und Moderne Hand in Hand, so wie die Gräfin von Ostein mit ihrem Kavalier, die Jungköche „Bis-„ und „-tro“ und die gelenkigen Tänzer, die das Schachbrett darstellten. 
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Begleitet von Moritz Herrmann als Gingko-Baum zeigten alle Beteiligten ihr kreatives Potential und ihre schauspielerische Begabung, die in der Schülerschaft und Lehrerschaft genauso zu finden ist wie bei der Schulleitung. Selbst der Geschäftsführer der Hildegard Schulgesellschaft, Herr Behr, war sich nicht zu schade, im filmischen Vorspann des Stückes mitzuwirken.
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Natürlich gab es ein Happy End, denn obwohl sie „nahezu perfekt, alles abgecheckt“ hatten, schafften es die intriganten Pavillons mit ihrer psychologischen Finesse nicht, die Harmonie der Schule zu zerstören und die Protagonisten zu entzweien. Die unzufriedenen Stänkerer, P1 - P6, hatten gegen die geballte Ursulinenpower, die vor allem in der Stimme des Bürgermeisters, Volker Bender, ziemlich laut und ziemlich hessisch zum Ausdruck kam, keine Chance. Kein Wunder, denn wie Dunja Koppenhöfers stimmgewaltiger Chor es am Ende des musikalisch anspruchsvollen Stücks auf den Punkt brachte: „There is still another chance.“, denn „Wir sind für immer Ursulinen.“ und „Wir kämpfen für St. Ursula!“.
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