Uschi rockt! 2011

       

Diesmal bewerben sich 30 Bands

 

Von Kerstin Prosch

OPEN-AIR-KONZERT „Uschi rockt“ bereits zum dritten Mal / Auf Samstag verlegt und verlängert

Regen. Ein Junge zieht sich seine Kapuze über den Kopf, ein Mädchen rockt unterm Regenschirm. Auf den Gedanken, wegen des schlechten Wetters nach Hause zu gehen, kommen sie nicht, schließlich heißt es an der St. Ursula Schule nur einmal im Jahr „Uschi rockt“. „Da will man dabei sein“, sagt eine Schülerin.

Die Idee zu dem Open-Air-Konzert entstand vor drei Jahren. Musiklehrer Volker Bender war damals von mehreren Jugendlichen eingeladen worden, sich die Bands anzuhören, in denen sie aktiv sind. Bender fehlte dafür die Zeit, deshalb schlug er vor: „Wenn ich nicht zu euch kommen kann, kommt ihr halt zu mir.“ Schnell war der Gedanke geboren, an der Schule ein Rockkonzert mit den verschiedenen Bands zu organisieren. Die Veranstaltung erhielt, wie eine frühere Konzertaktion der Schule, den Titel „Uschi rockt“. Das Open-Air-Konzert kam so gut an, dass eine Neuauflage gewünscht wurde.

Zur Organisation des zweiten Rockevents schlossen sich interessierte Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 zu einer Projektgruppe zusammen, berichtet Bender. Nach der erfolgreichen Veranstaltung wurde die Gruppe auf die jüngeren Schüler ausgeweitet. Ab der siebten Klasse durfte nun jeder bei der Planung des dritten Konzertes helfen, das am Samstag mehrere Hundert Jugendliche anlockte.

Erstmals fand die Veranstaltung nicht an einem Freitag statt. „Viele Schüler hatten darum gebeten“, sagt Bender. Sie wollten nach einem langen Unterrichtstag nicht noch mal an die Schule kommen. Statt wie bisher um 18 Uhr wurde diesmal bereits um 17 Uhr begonnen. Denn für das Konzert hatten sich rund 30 Bands beworben.

„Wir wollten so vielen Gruppen wie möglich einen Auftritt ermöglichen“, erklärt der Musiklehrer. Bei der Auswahl der Bands wurde darauf geachtet, viele Stilrichtungen abzudecken, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Spielen dürfen „Burn your Elegy“ und „Marlon B. Ft. Julia K.“, in denen St. Ursula-Schüler mitmachen. Auch dabei sind „The green river burial“, „Die Gribaldies“, „Fewsel“, „The Padlocks“ und „Chris and Tayler“.

Außerdem tritt wieder die Lehrerband auf. Max und Robin, die der Projektgruppe erst ganz neu angehören, sind mit dem Verlauf der Open-Air-Veranstaltung zufrieden. Max stellt allerdings überrascht fest, dass man als Chef des Sicherheitsteams während des Konzertes ständig etwas zu tun hat. Hier eine Frage, dort eine Frage - der 16-Jährige hat es sich weniger stressig vorgestellt.

Zuvor erstaunte ihn bereits, „wie schwer es ist, Leute zu finden, die mithelfen“. Nur wenige Mitschüler außerhalb der 20-köpfigen Projektgruppe ließen sich dazu bewegen, beim Sicherheitsteam mitzuarbeiten. Die Gruppe kümmert sich um den Einlass, die Kasse und den friedlichen Verlauf der Veranstaltung. Sie achtet zudem darauf, dass niemand Alkohol einschmuggelt. „Da werden auch Taschen kontrolliert.“ Außer Schülern helfen beim Open-Air auch Lehrer und Eltern mit, was Bender sehr freut.