Gesundes Frühstück
am 1. Mittwoch eines Monats in der St. Ursula-Schule
Zwischen 1992 und 1994, als dem Rheingau-Taunus-Kreis noch eine eigene Schulpsychologin zur Verfügung stand, gab es einen regen Gedankenaustausch zum Thema Suchtprävention und Drogenfragen, an dem Eltern, Lehrer und Schüler unserer Schule beteiligt waren.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit erkannten wir, dass es nicht einzelne Veranstaltungen sind, die unseren Umgang mit allen Formen von Suchtmitteln deutlich machen, sondern die kritische Auseinandersetzung mit unserem Schulalltag. Dabei war es uns wichtig alles zu betrachten, das Schulgebäude, das Schulumfeld, die Strukturen die Personen.
Während dieser Diskussionen stellten wir fest, dass der Nahrungsmittelkonsum ein alle betreffender Faktor ist, der Wohlbehagen, Missstimmung und Suchtverhalten erzeugen kann. Da wir die Eltern mehr in die schulische Erziehungsarbeit einbeziehen wollten, auch um ihnen zu zeigen, was hier 'abgeht', haben wir auf einer gelungenen Informationsveranstaltung zum Thema Ernährung und Fehlernährung beschlossen, den Schülern gelegentlich ein gesundes und leckeres Frühstück angedeihen zu lassen.
Am 13. Juli 1994 wurde es aus der Taufe gehoben und besteht seither als feste Einrichtung an unserer Schule. Es soll Impulse geben, sich Gedanken darüber zu machen, was für eine optimale Versorgung mit Nahrungsmitteln während der Arbeitszeit notwendig ist und dass Schokoriegel, Pausenschnitten und Chips und /oder eine Dose Cola dazu nicht taugen. Die großen Mengen von Zucker, Phosphat und Fett vermindern die Leistungsfähigkeit des Gehirns und bremsen die Versorgung mit Mineralien. Die knallbunt beworbenen Kinderprodukte sind durchweg zu fett und zu süß und machen meist erst nach dem Verzehr von zwei Packungen satt, ein Trick der Lebensmittelindustrie, die Kinder zu markenbewussten und treuen Kunden zu erziehen.
Mit dem 'Gesunden Frühstück' wird gezeigt, dass man durchaus dazu in Konkurrenz treten und die Anregung geben kann, es zu Hause nachzumachen.