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Christ-Opherus

Wer ist das Opherus, später der Christopherus?







„Lieber Gott, du bist mein Herr. Lange Zeit dient ich dem Falschen. Lange Zeit habe ich dich nicht gefunden. Aber jetzt weiß ich: Du bist mein Herr und von nun an werde ich dir dienen bis in alle Ewigkeit. Amen"

"Ich werde mich aufmachen und den mächtigsten Herrscher der Welt suchen und ihm treu dienen. Ich will nicht als Riesentrampel dastehen, sondern Menschen helfen.

Dort möchte ich respektiert werden und nicht als Unmensch dargestellt werden. Naja, hoffentlich finde ich den mächtigsten Herrscher der Welt! Jetzt wird es Zeit, loszugehen."



C.: Hoffentlich ist das der König, den ich schon so lange suche.“ K.: Was will denn der hier? Bodyguard: Der sieht aber gefährlich aus. Hoffentlich tut er dem König nichts Schlimmes!






Opherus ist gerade beim König angekommen und fragt ihn, ob er sein Diener sein kann.





Hier ist bestimmt der größte König auf Erden. So schön, wie hier alles aussieht! Ich will ihm dienen, bis ich nicht mehr kann. Er wird mich bestimmt aufnehmen. Er wird keine Angst vor niemandem haben.



Oh, damit ich nicht mehr mit meinem Aussehen Leute erschrecke, will ich dem größten Herrscher dienen, der mich wohl aufnimmt und mich so, wie ich bin, mag und mich in seinem Reich leben lässt, bis ans Ende meiner Tage.







Christopherus steht im Gras und neben ihm der „Deibel“.

C. sagt: Ich will dir bis zum Ende meiner Tage folgen!“ Dann sagt der „Deibel“: Okey. Und geht mit Christopherus und seinen Soldaten.

 Der Teufel sagte: „Komm wir gehen hier lang“

„Ich bin mir da nicht so sicher!“, sagte Christopherus „Wir können es doch mal versuchen“, sprach der Teufel



„Lieber Gott, vielleicht bin ich hässlich und dick, doch habe ich ein gutes Herz und habe eine gute Tat erfüllt. Und ich habe auch dich, den Herren gefunden. Amen.





Das Kind ist so schwer wie Blei und das Wasser steht mir bis zum Hals. Mit jedem Schritt steigt das Wasser. Aber ich muss das Kind sicher auf die andere Seite bringen. Ich weiß nur nicht, ob ich das schaffen werde



Oh, das Kind ist aber schwer. Es fühlt sich so an, als hätte ich die ganze Welt auf meinen Schultern.

Meine Beine knicken gleich zusammen. Ich schaffe es nicht.



Endlich habe ich den mächtigsten Herrscher gefunden.

Aber eine Sache frage ich mich noch. Wieso ist aus dem Stock ein Baum mit Früchten geworden?

Das Haus von Christopherus am reißenden Fluss. Neben dem Weg, der zum Haus führt steht der blühende Stock, den Christopherus am letzten Abend in den Boden gepflanzt hatte.

Oh Gott hatte recht. Aus dem Stamm ist ein blühender Baumstamm geworden. Wie schön er ist! Ich warte bis er wiederkommt und frage ihn, ob ich ihm dienen und wie ich ihm dienen kann! Das wäre schön. Ich bin so oft den falschen Weg gegangen. Jetzt gehe ich den richtigen Weg und habe auch den größten Herrscher der Welt gefunden.





Die Legende von Sankt Christopherus

Opherus war von gewaltiger Größe und furchtbarem Angesicht und maß zwölf Ellen in die Höhe.

Einst kam ihm in den Sinn, den mächtigsten Herrn zu suchen, der in der Welt wäre. So fand er einen König, von dem ging die Rede, dass es keinen größeren Fürsten in der Welt gebe. Der König nahm ihn mit Freuden auf und hieß ihn bleiben an seinem Hof.

Eines Tages aber sang vor dem König ein Spielmann sein Lied, darin des Teufels Name gar oft genannt war. Der König zeichnete seine Stirn mit dem Zeichen des Kreuzes, sooft des Teufels Name genannt ward. Als Opherus das sah, sprach er: "Fürchtest du den Teufel, so ist offenbar, dass er größer und mächtiger ist als du. Darum leb wohl, denn ich will den Teufel selbst suchen, dass er mein Herr sei."

Also machte er sich auf den Weg, den Teufel zu suchen. Auf seinem Weg traf er eine große Ritterschar. Darunter war einer wild und schrecklich anzusehen. „Ich suche den Herrn der Welt“, sprach Opherus. „Ich bin der, den du suchst“, sagte der Ritter. Da gelobte ihm Opherus seinen Dienst für ewige Zeiten.

Als sie nun miteinander dahinzogen, kamen sie einst auf eine Straße, da war ein Kreuz am Wege erhöht. Sobald der Teufel das Kreuz sah, floh er voll Furcht und ließ die Straße. Opherus wunderte sich darüber und fragte ihn, warum er den geraden Weg verlassen habe. Der Teufel wollte es ihm in keiner Weise sagen, doch schließlich sprach er: „Es ist ein Mensch gewesen, Jesus mit Namen, den hat man ans Kreuz geschlagen. Und wenn ich dieses Kreuzes Zeichen sehe, so fürchte ich mich sehr und muß es fliehen." Sprach Christiopherus: "So ist dann dieser Jesus größer als du! Lebe wohl, denn ich will von dir scheiden und Jesum suchen."

Er suchte lange Zeit. Zuletzt kam er zu einem Einsiedler, der sprach zu Opherus: „Der Herr, dem du dienen willst, begehrt, dass du viel fastest.“ „Er fordere von mir ein ander Ding, denn dies vermag ich nicht zu tun." Sprach der Einsiedler: "Es ist not, dass du viel betest. Antwortete Opherus: "Ich weiß nicht, was das ist, und kann ihm darin nicht folgen." Da sprach der Einsiedler: "Weißt du den Fluß, darin viele Menschen umkommen, wenn sie hinüber wollen?" Opherus: "Ja, ich weiß ihn." Und der Einsiedler sprach: „Du bist groß und stark: setze dich an den Fluß und trage die Menschen dahinüber, so wirst du Jesus dem Herrn gar genehm sein, dem du zu dienen begehrst. Und ich hoffe, dass er sich dir dort wird offenbaren.“ Sprach Opherus: „Das vermag ich wohl und will ihm hierin dienen.“ Also ging er an den Fluss und baute sich dort eine Hütte. Er nahm eine große Stange, auf die er sich im Wasser stützte und trug die Menschen alle hinüber, ohne Unterlass.

Als er einst in seiner Hütte ruhte, hörte er, wie eines Kindes Stimme rief: „Christopherus, komm heraus und setz mich über.“ Und da er hinaus ging, fand er ein Kind am Ufer, das bat ihn gar sehr, dass er es hinüber trage. Christopherus nahm das Kind auf seine Schulter, ergriff seine Stange und ging ins Wasser. Aber siehe, das Wasser wuchs höher und höher, und das Kind ward so schwer wie Blei. Je weiter er schritt, je höher stieg das Wasser, je schwerer ward ihm das Kind auf seinen Schultern; also dass er in Angst kam und fürchtete, er müßte ertrinken. Und nachdem er mit solcher Mühe durch den Fluß war geschritten, setzte er das Kind nieder und sprach: „Du hast mich in große Gefahr gebracht, Kind, bist auf meinen Schultern so schwer gewesen. Hätte ich alle diese Welt auf mir gehabt, es wäre nicht schwerer gewesen.“ Das Kind antwortete: „Das soll dich nicht wundern, Christopherus. Du hast nicht allein alle Welt auf deinen Schultern getragen, sondern auch den, der die Welt erschaffen hat. Und damit du siehst, dass ich die Wahrheit rede: Nimm deinen Stab, sobald du wieder hinüber gegangen bist und stecke ihn neben deinen Hütte in die Erde. Er wird blühen und Frucht tragen.“ Christopherus aber ging hin und pflanzte seinen Stab in die Erde; und als er des Morgens aufstand, trug der Stab Blätter und Früchte.

Aus: H.Halbfas. Religionsbuch für das 4. Schuljahr Düsseldorf 1986, S.101ff.